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Piraten nun auch in Cronenberg gelandet Unterschriftensammlung zur Verkehrsberuhigung

„Haben alle Piraten Augenklappen und Säbel?“, fragten sich viele Bürgerinnen und Bürger noch vor einigen Monaten. Nun, nach dem ersten Wahlerfolg und bis zu 9% in den bundesweiten Umfragen, sind viele Bürger auf die Piraten aufmerksam geworden und sehen diese mittlerweile als ernstzunehmende Alternative zu den etablierten Parteien. Augenklappe und Säbel spielen keine Rolle mehr, an den Infoständen überwiegen die Fragen zu den Inhalten der Partei.

Wegen der enormen Nachfrage haben sich die Wuppertaler Piraten dazu entschlossen, nun auch regelmäßige Infostände und Stammtische in Cronenberg anzubieten. Schon der erste Infostand Anfang Oktober war sehr vielversprechend. Es kam zu reichlich positiven Erstbegegnungen mit den zahlreichen interessierten Cronenbergern. Sogar die ortsansässige Presse sandte einen Vertreter, der einen Bericht zum Geschehen in Cronenberg veröffentlichte. (siehe unten)

Unterschriftensammlung zur Verkehrsberuhigung der Straße „Berg“
Doch nicht nur die allgemeinen Fragen über die Piratenpartei spielten am Infostand eine Rolle. Initiiert durch den Cronenberger Piraten Lars Baumann engagieren sich die Piraten für die Straße „Berg“ im Cronenberger „Outback“. Derzeit ist die Straße Berg eine stark frequentierte Durchgangsstraße, inmitten eines Landschaftsschutzgebietes, die nur einspurig befahren werden kann. „Geschwindigkeitsübertretungen, eine kaputte Fahrbahn und ein nicht existenter Winterdienst gehören hier zum “idyllischen” Alltag.“, erklärt Lars Baumann. „Damit sich dies ändert, sammeln wir Unterschriften, die wir der Bezirksvertretung überreichen werden“.

Die Unterschriftenlisten liegen bei Gaetanos Kiosk (Oberheidt 62), Hair Fashion Martiné (Kemmannstraße 15) und Blumen Koch (Hauptstraße 57) aus. Lars Baumann hofft darauf, dass die Cronenberger sein Anliegen unterstützen und sich zahlreich in die Listen eintragen, damit sich der unhaltbare Zustand ändert.

Zum ersten Kennenlern-Stammtisch in Cronenberg lädt die Piratenpartei am 26.10.2011 um 19.00 Uhr ins „Lenz House“ in der Berghauser Straße 60 ein.

Für weitere Informationen zum Piratenleben in Cronenberg und zur Unterschriftenaktion steht Lars Baumann (Mail: l.baumann@piratenpartei-nrw.de) gerne zur Verfügung.

Artikel aus dem Cronenberger Anzeiger

Cronenberger Anzeiger

Danke Wuppertal für einen grandiosen Infostand!

Samstag, den 24.09.2011

Wir hatten am heutigen Samstag einen tollen und interessanten Tag mit den Bürgerinnen und Bürgern und möchten uns gerne für die konstruktiven Gespräche und den Zuspruch der uns entgegengebracht wurde bedanken,
Nun können wir nachfühlen, wie die Infostände der Berliner Piraten abgelaufen sind. Unsere Stände in Wuppertal waren schon immer gut, heute wurde alles getoppt.
Die 6 anwesenden Piraten konnten die Massen kaum bewältigen. Hunderte von Flyern gingen weg. Als die Bürger hörten und lasen, dass die Flyer von den Piraten sind, nahmen sie diese mit einem zustimmenden Lächeln im Gesicht dankend an.
Ohne Pausen wurden 9 Stunden, teils sehr intensive Gespräche geführt und Ansichten ausgetauscht. Auffällig war, dass sich ganz neue Bevölkerungsschichten für uns interessieren. So waren z.B. noch nie so viele ältere Menschen und bekennende Nichtwähler an unserm Stand um mit uns zu diskutieren.
Zentrale Themen waren die Kommunalpolitik, Transparenz und das bedingungslose Grundeinkommen.

Oft wurden wir gefragt, ob es sich bei den Piraten um eine Eintagsfliege handeln würde. Nach diesem Tag und den explodierenden Mitgliedszahlen kann man diese Frage mit einem deutlichen Nein beantworten. Es wurde sehr deutlich, dass die Bürger die Politik der etablierten Parteien satt haben und eine neue frische Kraft in der Politik haben möchten. Unsere Aufgabe wird zukünftig sein, zusammen mit den Bürgern kommunale Themen zu erarbeiten und bei den Bürgern wieder das Interesse für Politik zu wecken.

In Wuppertal treffen sich die Piraten zu ihrem Arbeitsstammtisch immer montags um 19.00 Uhr im “Wuppertaler Dart-Center” am Alten Markt 28. Wer es etwas lockerer möchte, kommt ins “Hayat” in die Schreinerstraße 26 auf den Ölberg (jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat um 20.00 Uhr).

In Solingen treffen sich die Piraten an jedem 1. Mittwoch im Monat, um 20.00 Uhr in der “Cobra” (Merscheider Straße 77-79)
Einen Solinger Infostand gibt es immer am Samstag davor in der Nähe der Clemens-Galerie.

In Remscheid suchen wir noch dringend Räumlichkeiten und sind dankbar für Vorschläge.

Wir freuen uns auf eure Inhalte und Ideen! Packen wir es an, für ein lebenswerteres Remscheid, Solingen und Wuppertal!

Wuppertal 24 Stunden Live: Piraten erklären das Internet – und jeder konnte dabei sein

Zehn Jahre Wuppertal 24h live – dieses Jubiläum nutzte die Piratenpartei, um sich an dem beliebten Veranstaltungsmarathon zu beteiligen. In den Räumen des Wuppertaler Dart Centers (WDC) am Alter Markt ging sie mit einer Extra-Ausgabe ihrer Schulungsreihe „Piraten erklären das Internet“ (PEDI) an den Start.

Zehntausende von Menschen sind jedes Jahr auf den Beinen, wenn sich im September für 24 Stunden Unternehmen öffnen und verschiedene Orte besonders in Szene gesetzt werden. Eine gute Gelegenheit für die Piraten, ihr bürgerliche Engagement bekannter zu machen. Die Schulung PEDI, die seit rund eineinhalb Jahren alle zwei Wochen im WDC stattfindet, hat sich zu einem festen Programmpunkt der Partei im Bergischen entwickelt und ist regelmäßig gut besucht. Vor allem Ältere nutzen das kostenlose Angebot gerne, um ein bisschen fitter im Umgang mit Computer und Internet zu werden. Und so war es erfreulich, dass nun neben Senioren auch Jüngere das Angebot annahmen und sich informierten. Da Computer-Schulungen in der Regel sehr teuer sind, stieß vor allem der Aspekt „kostenfrei“ auf positive Resonanz. (Kosten-) Frei sind übrigens auch die Programme, mit denen während der Schulungen gearbeitet wird. Interessiert wurde nachgefragt, ob es ein solches Konzept ebenfalls in den umliegenden Städten gäbe – die Besucher kamen nicht nur aus Wuppertal. Hier betonten die Piraten ihr Alleinstellungsmerkmal, denn von anderen Orten war so etwas niemandem bekannt.

Auch, wenn die erste Teilnahme an Wuppertal 24h live mengenmäßig noch mehr Resonanz hätte vertragen können, sind die bergischen Piraten dennoch zufrieden – zeigte die Veranstaltung doch, dass das Interesse für das Angebot auf jeden Fall vorhanden ist. Und natürlich interessierten sich die Besucher auch für die Partei als solches, so dass die Piraten das WDC am Samstagnachmittag mit einem guten Gefühl verlassen und gleich am Infostand auf dem Alter Markt mit ihrer Aufklärungsarbeit weitermachen konnten

Autorin: Katrin Adam

Wuppertaler Piraten brachten Geheimwaffe erfolgreich nach Berlin

“Wie können wir die Berliner Kollegen unterstützen”?, fragten sich Robert, Pierre und Griesu. Am besten mit der neuen Geheimwaffe aus dem Bergischen Land, dem Knet-Säbel und so machten sie sich spontan auf die Wahlkampfreise in die Hauptstadt.

Im Podcast erzählt Griesu über die inspirierende Zeit in Berlin, über das Duell mit Wolfgang Thierse und wie Klaus Wowereit in einer Schar von Kindern mit Säbeln untergegangen ist…

Das Interview führten Katrin Adam und Alex Reinshagen

Piraten-Landgang mit Würstchen und Wuppertaler Hip-Hop

Eine Einladung zum Grillen auszusprechen ist in diesem Sommer riskant. Die Piratenpartei Wuppertal hat es trotzdem gewagt – und ist am 5. August mit einem gut besuchten und geselligen Grillabend auf der Hardt belohnt worden.

Bis zuletzt war die Wetterlage unsicher, aber Petrus hatte dann doch ein Einsehen und sorgte für angenehme Temperaturen und trockene Witterung. So fanden sich dutzende Gäste am Grillpavillon auf der Hardt ein, zum Teil neugierig angelockt durch die auffällige Dekoration und die Musik. Und geboten wurde so einiges: Informative und unterhaltsame Gespräche, Würstchen und Getränke zu fairen Preisen sowie Livemusik von meelman, dezat, Triggah und Melina sorgten für gute Stimmung. Anregende Gespräche zwischen Piraten und interessierten Bürgern kamen auf und man saß bis in den späten Abend zusammen.

Dieses zwanglose Zusammentreffen kam bei allen Beteiligten gut an und dürfte nicht das letzte seiner Art bleiben. Die Piratenpartei bemüht sich immer wieder darum, die interessierten Bürger da abzuholen, wo sie sowieso schon sind – in der Fußgängerzone am Infostand, in der Kneipe zum Stammtisch oder eben im Park zum Grillfest.

Autorin: Katrin Adam

Grill-Sommerfest auf der Hardt mit Live-Musik und -Performance

Am Freitag, den 05.08.2011 haben wir in der wunderschönen Parkanlage Hardt in Wuppertal Elberfeld die dortige Grillhütte geentert. Bei hoffentlich sonnigem Wetter werden wir den ganzen Tag ab 13.00 Uhr gemütlich grillen und in ungezwungener Atmosphäre mit unseren Gästen ins Gespräch kommen.
Ab 19.00 Uhr werden dann die in der Region bekannten Rapper Meelmann, Triggah, Dezat und Melina mit Live-Musik performen.
Abgerundet wird der Abend mit verschiedenen Gauklergruppen.

Für Speisen und Getränke ist gesorgt, welche gegen eine Spende abgegeben werden.

Diese Veranstaltung findet nur bei gutem Wetter statt. Bei unstabiler Wetterlage werden weitere Informationen hier auf der Seite zeitnah mitgeteilt.

Wegbeschreibung:
(Grillhütte: Grüner Pfeil, Parkplätze befinden sich am Bismarkturm am Ende der Reichsallee.
Mit dem ÖPNV: vom Hbf (Bussteig 4) mit der 643 Richtung Kirchliche Hochschule – Hardt bis zur Haltestelle “Reichsallee” dann nach der Grillhütte fragen. Fußweg ca. 5-10 Minuten)


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Open-Air-Kurzfilmabend am 06.08.2011 in der Luisenstraße

Wegen des schlechten Wetters musste die Veranstaltung leider abgesagt werden.

Creative Commons – ein schöpferisches Gemeingut
Open-Air-Kurzfilmabend in der Luisenstraße

Open-Air-Kino abseits des Mainstreams – das wär’s? Dann bitte Samstag, den 6. August 2011 vormerken. Ab 21:00 Uhr bietet die Piratenpartei am Platz in der Luisenstraße 110 ein buntes Programm mit Creative Commons-Inhalten – und das ganze kostenlos.

„Creative Commons“ (CC) ist ein alternatives Modell, das sich den traditionellen und eher restriktiven Urheberrechten entgegenstellt und sich dabei an den Grundwerten von Offenheit und Teilhabe orientiert. CC gibt Kultur- und Medienschaffenden aber auch Wissenschaftlern die Möglichkeit eigene Werke außerhalb des bestehenden Urheberrechts anzubieten und vorzuführen. Die Urheber und nicht die Verwertungsgesellschaften, wie z.B. die GEMA, können bestimmen, unter welchen rechtlichen Bedingungen sie ihre Werke veröffentlichen bzw. welche Nutzungsrechte sie einräumen möchten, um so freie Inhalte zu schaffen.

Neben Musik, Fotografie und anderen künstlerischen Gattungen gibt es auch eine Reihe von Filmen unter CC-Lizenz. Und dass diese durchaus anspruchsvoll gemacht sein können, möchte die Piratenpartei in einem Open-Air-Kurzfilmabend zeigen.

Vorgeführt werden verschiedene Animationskurzfilme, von witzig über surreal bis hin zu solchen, die gesellschaftskritische Denkanstöße geben. Die Kurzfilme des Videokünstlers Alexander Lehmann setzen sich beispielsweise kritisch aber humorvoll mit Google, Facebook oder der Datenspeicherung auseinander. Lehmanns Filme wurden mehrfach ausgezeichnet und im Fernsehen gesendet.

Als weitere Filme sollen gezeigt werden:

Sintel, ein actionreicher, emotionaler und epischer Film, in dem sich das schmale Mädchen Sintel durch Schnee und Eis und an diversen Schurken vorbei kämpft, um ihren entführten Freund – einen kleinen Drachen – zu befreien…

Elephants Dream, ein Kurzfilm, der schon seit Monaten für weltweites Interesse sorgt: Proog nimmt den jungen Emo mit auf eine Reise in die Tiefen einer surrealen Maschinenwelt. Dabei schlägt sich das ungleiche Paar zum scheinbar sichersten Platz der Maschine durch, der allerdings einige Überraschungen bereithält…

Big Buck Bunny, ein liebevoll erstellter Animationsfilm, in dem das ungewöhnlich große und sehr gutmütige Kaninchen Big Buck Bunny seine Sanftheit ablegt und an seinen Widersachern Rache nehmen wird…

Für jeden Geschmack wird also etwas dabei sein, wenn am 6. August mit Einbruch der Dunkelheit ab ca. 21:15 Uhr die Filmvorführung startet. Die Piratenpartei freut sich auf zahlreiche Besucher und einen ebenso unterhaltsamen wie interessanten Abend.
Der Eintritt ist frei, für Speisen und Getränke ist gesorgt.

Diese Veranstaltung findet nur bei gutem Wetter statt. Bei unstabiler Wetterlage werden weitere Informationen hier auf der Seite zeitnah mitgeteilt.

Wegbeschreibung:

Bürgerbeteiligung in Wuppertal nur eine leere Worthülse?

Wie Herr Slawig in den Medien mitteilte, ist die Einbringung direkter Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger mittels eines Bürgerhaushalts „kein Modell für Wuppertal“. Stattdessen plädiert er für mehr Informationsveranstaltungen.

Hier ist doch fraglich, inwieweit Herr Slawig zu der Erkenntnis kommt, dass es für Wuppertal kein Modell sei, Vorschläge der Bürger zum Haushaltsentwurf für einen besseren Haushalt aufzunehmen. Glaubt Herr Slawig, dass die Wuppertaler sich nicht einbringen können? Informationsveranstaltungen dienen doch nur dazu, schlechte Nachrichten besser zu verkaufen. Dies hat sich auch bei dem Haushaltsplanentwurf 2010/2011 und den nachfolgenden Informationsveranstaltungen der Stadtverwaltung gezeigt. Es wäre wünschenswert, wenn Herr Slawig den Beschluss des Rates der Stadt Wuppertal umsetzt und die Bürger an den Haushaltsplanberatungen beteiligt. Dazu gehört jedoch, dass der Bürger auch eigene Vorschläge einbringen kann. Sicherlich noch besser wäre es, wenn sich der Rat der Stadt für ein Konzept des Bürgerhaushalts entscheiden würde, welches den Begriff „Bürgerhaushalt“ auch verdient. Aber dies ist ein anderes Thema.

Einen Versuch wäre es wert, denn viele Bürger sind politikverdrossen, weil „die da oben sowieso alles entscheiden“. Genau hier soll ein von Bürgern mitgestalteter (Bürger-)Haushalt eigentlich ansetzen. Er soll die interessierten Bürger dazu motivieren, sich mit Thematiken zu beschäftigen, die sie direkt oder indirekt betreffen, und ihnen einen Handlungsspielraum aber auch eine direkte Verantwortung geben. Dabei geht es primär nicht darum, ob die Bürger nun über drei, fünf oder zehn Millionen mitentscheiden, viel wichtiger ist, dass die Verwaltung die Bürger ernst nimmt und endlich begreift, dass die Wuppertaler viel zu einer lebenswerten Stadt beitragen können. Man muss ihnen nur die Möglichkeit geben. Ziel muss es sein, eine aktive und gemeinsame Kommunikation ALLER interessierten Bürgerinnen und Bürger mit dem Rat und der Verwaltung herzustellen.

Ein aktiver Bürgerhaushalt zwingt den Rat und die Verwaltung dazu Haushaltswahrheiten transparent und verständlich darzulegen. Nur wenn dieses „Wir-Gefühl“ beim Bürger angekommen ist, sind die von Herrn Slawig vorgeschlagenen Informationsveranstaltungen sinnvoll, da sie besser besucht sein werden. Damit man ALLE Bürger erreicht, sollten die Haushaltsplanungen wie auch die Informationsveranstaltungen zusätzlich durch diverse Diskussionsforen, Abstimmungsmöglichkeiten und Veröffentlichungen im Internet flankiert werden. Es spricht sicher nichts dagegen, die kompletten Informationsveranstaltungen als Video ins Internet zu stellen und so für größte Transparenz zu sorgen.

Insgesamt wäre es besser den Bürger vorher mit einzubeziehen, bevor die ohne eine breite Bürgerbeteiligung durch die Verwaltung erarbeiteten und im Rat beschlossenen Vorhaben durch (teurere) Bürgerbegehren gekippt werden. (Glörfeld/Reinshagen)

GEMA in Kindergärten: Wer singen will, muss (nicht) zahlen!

Die Piratenpartei aus dem Bergischen Land beginnt mit der persönlichen Verteilung von GEMA-freien Liederbüchern an alle 350 Kitas im Bergischen Städtedreieck.

Ende letzten Jahres wurden bundesweit zahlreiche Kindertagesstätten schriftlich von der GEMA aufgefordert, für das Kopieren von Liedertexten und das öffentliche Vorsingen eine Abgabe zu entrichten. Dazu zählen u.a. Martins-, Weihnachts- und Kinderlieder, welche schon Generationen von Kindern kostenfrei singen durften. 56,- € werden einmalig fällig, wenn z.B. ein Kindergarten bis zu 500 Kopien jährlich mit geschützten Liedtexten für die Kleinen anfertigt. Bei 20.000 Kopien steigt der einmalige Preis dann auf 2.224,- € jährlich. Dazu kommt der enorme Verwaltungsaufwand, da Erzieherinnen und Erzieher von nun an alle erstellten Kopien dokumentieren müssen.

Das rief den gemeinnützigen Verein der „Musikpiraten“, unterstützt von der Piratenpartei, auf den Plan, um gegen den aus ihrer Sicht sozialen Missstand etwas zu unternehmen. „Damit sich die Erzieherinnen und Erzieher nicht noch aufwändig um die Recherche kümmern müssen, ob nun ein Lied gemeinfrei ist oder nicht, haben wir ein Liederbuch mit ausschließlich gemeinfreien Kinderliedern erstellt”, erklärt Christian Hufgard, der erste Vorsitzende der Musikpiraten. Innerhalb von drei Monaten wurden weit über 40.000,- € an Spenden eingesammelt damit alle 50.300 Kitas im Bundesgebiet ein kostenloses und frei kopierbares Exemplar mit GEMA-freien Liedtexten erhalten können.

Für die persönliche Verteilung der gedruckten Liederbücher an jede einzelne Kita setzen sich bundesweit die Mitglieder der Piratenpartei ein. Allein im Bergischen Städtedreieck müssen rund 350 Kitas besucht werden, damit die Kleinen zukünftig „gemafrei“ singen können und den Kitas keine Lizenzkosten für das Kopieren entstehen. „Denn“, so der politische Geschäftsführer der Piratenpartei NRW Alexander Reintzsch, „mit der Aktion der Musikpiraten haben die Kindertageseinrichtungen endlich auch eine rechtliche Absicherung und können Kinderlieder ohne Bedenken kopieren. Die Piraten geben damit ein wichtiges Kulturgut, nämlich das Kinderlied, denen wieder, die die Kultur leben und pflegen sollen – unseren Kindern.“

Wer die Piraten bei der Verteilung unterstützen möchte, kann sich unter bergisches-land@piratenpartei-nrw.de melden.

Wuppertaler Rundschau 08.06.2011

Alexander Esser und Ralf Gloerfeld übergeben dem
Kita-Leiter Thorsten Otto GEMA-freie Liederbücher
(von.rechts)

Beitrag von Radio RSG zum Thema GEMA in Kindergärten

Ein Abend im Zeichen des Datenschutzes

Am Dienstagabend, 7.Juni 2011, war wieder Themenabend bei den Bergischen Piraten. Diesmal trafen sich zahlreiche Piraten im Wuppertaler Dart-Center und diskutierten über das Thema Datenschutz.

Alexander Reintzsch, politischer Geschäftsführer im Landesverband, stellte zunächst bei einem einführenden Vortrag die Wichtigkeit des Datenschutzes als Grundlage für eine demokratische Gesellschaft heraus. “Der Schutzanspruch jeder Person und somit auch ihrer personenbezogenen Daten leitet sich aus dem Grundrecht auf freie Entfaltung ab, wie sie im Artikel 2 des Grundgesetzes verankert ist. Datenschutz ist Menschenschutz,” so Reintzsch.

Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die Anwesenden über eine Stärkung des Datenschutzes vor allem im privaten Sektor und wünschenswerte Regressansprüche für Geschädigte, die Opfer mangelnder Datensicherheit geworden sind, wie beispielsweise die Kunden von Sony.

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