Mai 2011

Infoabend zum Zensus 2011 brachte viele Antworten

Seit Wochen wird in den Medien über den Zensus 2011 berichtet, am Montag, den 9. Mai wurde es ernst: Von diesem Stichtag an gingen die Befragungen los. Viele Bürger fühlen sich nicht gut informiert und sind verunsichert. Dies nahm Olaf Wegner, der dem Zensus selbst kritisch gegenüber steht und darüber hinaus Mitglied der Piratenpartei ist, zum Anlass zu einer Informationsveranstaltung ins Hayat auf dem Ölberg einzuladen.

Etwa ein Drittel der Bevölkerung – in Wuppertal sind es nur rund 10.000 Bürger – wurden per Zufall ausgewählt um bei der ersten Bevölkerungszählung nach der Wiedervereinigung Auskunft zu geben. Es geht um Fragen nach Familienstand, Herkunft, Ausbildung und berufliche Situation, die ein Interviewer per Fragebogen erfasst. Gerade in Hinblick auf die Datenskandale, die in letzter Zeit in den Medien kursierten, ist dies für viele ein sensibles Thema, denn: Wer bekommt wirklich Einblick in meine zum Teil sehr persönlichen Daten? Verliere ich durch die Datensammelwut des Staates einen Teil meiner individuellen Freiheit? Welche Gefahren birgt der Zensus?

Diese und ähnliche Fragen sollten am Dienstagabend im Hayat diskutiert werden. Die interessierten Gäste, die den Weg auf den Ölberg gefunden hatten, zeigten sich sehr engagiert, so dass sich gehaltvolle Diskussionen entwickelten und gute Gespräche rund um den Zensus 2011 geführt wurden. Viele konnten sich noch an die letzte Bevölkerungszählung von 1987 erinnern und hatten damals wie heute Bedenken. Den interessierten Nachfragen konnte Olaf Wegner mit fundierten Informationen begegnen und so entließ die Veranstaltung alle Beteiligten mit vielen Antworten und einem zufriedenen Gefühl in die Nacht.

Die Freiheit NEIN zu sagen?

In diesen Tagen startet in Deutschland die erste Bevölkerungszählung nach der Wiedervereinigung. Doch vom derzeit größten Statistikprojekt in Deutschland werden viele Bürgerinnen und Bürger zum ersten Mal dann etwas erfahren, wenn sich bei ihnen in diesen Tagen ein Interviewer per Schreiben im Briefkasten zu einem Besuch ankündigt.

Dann wird es ernst und für die Betroffenen stellen sich auf einmal konkrete Fragen: Welche Angaben muss man machen? Was passiert mit den zum Teil persönlichen Angaben? Oder kann man sich einer Befragung auch entziehen?

„Viele Bürgerinnen und Bürger sind sich gar nicht bewusst, was auf sie zukommt wenn der Interviewer an der Haustüre klingelt und sind verunsichert, welche Daten man angeben muss“, erklärt Olaf Wegner von der Piratenpartei. „Dazu kommen in letzter Zeit auch vermehrte Datenskandale und man stellt sich schon die Frage, was eigentlich mit den persönlichen Angaben geschieht und ob diese auch wirklich nicht an Dritte gelangen können“.  

Über diese oft gestellten Fragen und geäußerten Befürchtungen möchte Olaf Wegner von der Piratenpartei interessierte Bürger an einem Themenabend ausführlich informieren und mit ihnen diskutieren. Dazu lädt er am Dienstag, den 10. Mai 2011, um 20.00 Uhr ins Hayat, Schreinerstraße. 26 in 42105 Wuppertal (Ölberg), ein.

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